Wartung der Ankerwinde (Lofrans Royal)

Ahora hatte keine Ankerwinde als ich sie kaufte. Es geht anscheinend auch ganz gut ohne in der Ostsee, und der Voreigner erzählte mir, dass er in 28 Jahren als Besitzer vielleicht drei Mal geankert hatte. Für mich war jedoch von Anfang an klar, dass ich dies ändern musste. Es erwies sich sogar schon als schwer genug, den kleinen 16-kg-Anker aus flachem Wasser per Hand zu bergen.

Also schaute ich mich nach einer passenden Winde um, die mir helfen soll auch den 22-kg-CQR-Anker bei schwerem Wetter einholen zu können. Ich entschied mich für eine handbetriebene Winde, da ich ungern abhängig von einer weiteren, schweren Batteriebank sein möchte und die manuellen Winden außerdem günstiger und leichter zu installieren sind. Ich entschied mich für die Lofrans Royal, die quasi einzige manuelle Winsch die häufig anzutreffen ist und immer noch produziert wird.

Es war recht einfach, eine gebrauchte bei eBay für 120€ zu erstehen, was mir fair erschien in Anbetracht eines Neupreises von 600€. Die Winsch war voll funktionsfähig als ich sie bekam, wenn auch etwas schwergängiger als man von einem neuen Produkt erwarten würde.

Ich entschied mich, die Winsch auseinander zu nehmen bevor ich sie im Sommer installiere aus den folgenden Gründen:

  1. Ich bin immer neugierig, wie ein technisches Produkt von innen aussieht.
  2. Ich möchte sie selber reparieren können falls sie den Geist aufgibt.
  3. Ich möchte sicherstellen, dass sie in gutem Zustand ist, so dass ich mich im Bedarfsfall darauf verlassen kann.

Das Aufschrauben erwies sich als gute Idee, da ich feststellen musste, dass der Voreigner das Gehäuse komplett mit Öl befüllt hatte. Das entspricht NICHT der fachgerechten Wartung dieses Modells. Aber schauen wir uns mal an, wie es richtig geht. Hier sind die Bilder von Auseinandernehmen:

Benötigte Werkzeuge waren ein 4-mm Inbusschlüssel, ein 10- und ein 18-mm Schraubenschlüssel und eine Sprengring-Zange, die ich bei Amazon bestellte.

windlass_clean-5

Nachdem alles auseinander genommen war, war es nun an der Zeit, alles von Fett- und Ölresten zu reinigen. Ich benutzte zunächst mehrere Rollen Küchenpapier um der größten Sauerei Herr zu werden und reinigte anschließend alles mit einer Zahnbürste und einem in Petroleum getränkten Tuch. Dann benutzte ich ein spezielles Winschfett für alle beweglichen Teile.

Und hier ist das Ergebnis. Die Winsch ist jetzt sehr leichtgängig und sollte so gut wie neu sein:

windlass_clean-6

 

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