Zurück nach Faro

Nach zwei wunderbaren Wochen im Rio Guadiana war es Zeit für mich, zurück nach Faro zu segeln. Der Wind stand günstig, und da ich einen Krantermin für ahora Ende Juni hatte, wurde es auch langsam Zeit, den Anker zu lichten. Wir erreichten den Ankerplatz kurz vor Vila Real um die Mittagszeit. Ein perfektes Timing, und […]

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Flussleben

Der Guadiana-Fluss ist ein Alterswohnsitz für Weltumsegler. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man in Alcoutim im Café sitzt und den Erzählungen der alten Seebären an den Nachbartischen lauscht. Nicht wenige sind weit gereist in ihrem Seglerleben und haben nun am Fluss ein Stück Land mit Wohnwagen oder Finca gekauft, vor dem sie mit ihrem […]

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Abstecher ins Inland

Ich konnte es kaum erwarten, den Rio Guadiana zu erkunden. Zu viele Leute hatte ich schon davon schwärmen gehört, so dass ich mir diesen Abstecher ins Hinterland nicht entgehen lassen wollte. Der Guadiana bildet die Grenze zwischen Portugal und Spanien und ist auf den ersten ca. 30 Meilen befahrbar. Vorausgesetzt, man passt unter der Brücke […]

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Von Tavira nach Vila Real de Santo António

Nach einer Woche in Tavira setzte ich wieder die Segel und machte mich auf zur Mündung des Rio Guadiana, dem Grenzfluss zu Spanien, ganz im Osten der Algarve. Wider Erwarten gab es keinerlei Probleme in dem Grenzgebiet, auch wenn aufgrund der Corona-Pandemie die Grenze zwischen Portugal und Spanien offiziell ja noch geschlossen ist. Mein Freund […]

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Wieder unterwegs…

Nach drei Monaten vor Anker vor Culatra konnte ich es kaum erwarten, wieder Segel zu setzen. Während der Zeit des Lockdowns hatte ich mich so sehr ans Alleinsein gewöhnt, dass ich mich nach der Woche voller sozialer Interaktion mit neuen und alten Freunden tatsächlich auf ein wenig Ruhe freute. Also lichtete ich den Anker und […]

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Ende der Isolation

Mit dem Ende des Ausnahmezustands in Portugal hat sich einiges verändert: Die Restaurants auf der Ilha da Culatra haben wieder geöffnet, Touristen kommen mit den Fähren vom Festland und auch einige neue Boote sind in der Ankerbucht eingetroffen. Unter anderem meine guten Freunde Ben und Elena von Beyond Elements. Außerdem lernte ich die Australier Elayna […]

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Erste Schritte zur Freiheit

In Portugal ist letzte Woche der Ausnahmezustand zu Ende gegangen. Auch wenn es wohl noch lange dauern wird, bis das Land komplett zur Normalität zurückkehren kann, so war die Nachricht doch eine große Freude für mich. Auch wenn es immer noch widersprüchliche Angaben gibt, ob und in wieweit Segeln aktuell erlaubt ist, so genieße ich […]

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Corona Cuisine und Co.: Bordalltag im Lockdown

Mittlerweile ist es bereits über einen Monat her, seit ich offiziell nicht mehr in Portugal an Land darf. Man könnte jetzt denken, dass es mir mittlerweile doch langweilig würde in meinem wenige Quadratmeter großen schwimmenden Zuhause. Zum Glück ist das überhaupt nicht so: Wie schon in den letzten beiden Blogposts erwähnt, sehe ich meine Lage […]

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Transatlantik-Training für Anfänger

Nachdem mich das Verbot, portugiesischen Boden zu betreten, zunächst deprimiert hatte, wurde ich durch die Solidarität meiner Nachbarn hier am Ankerplatz schon deutlich besser gestimmt. Deshalb will ich ein paar Worte verlieren, warum ich trotzdem gerade verdammt glücklich bin. An der Gesamtsituation hat sich in der letzten Woche nicht viel geändert, außer dass ich jetzt […]

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Solidarität unter Seglern

Auch als Solosegler ist man zum Glück selten allein. Zumindest nicht am Ankerplatz. Nachdem ich seit gestern mein Boot nicht mehr verlassen darf, bin ich sehr froh, in Portugal mittlerweile ein kleines „soziales Netz“ zu haben. Portugiesische Freunde und andere Deutsche in Portugal, die ich unterwegs getroffen habe, boten mir an, sich für mich einzusetzen, […]

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Gefangen an Bord – Jetzt wird’s unlustig

In meinem letzten Blogpost habe ich noch darüber geschrieben, dass die Lage hier in Portugal zwar ernster wird, es aber deutlich schlimmere Orte gäbe, als hier vor Anker die Krise auszusitzen. Doch vor einer Stunde hat sich die Lage dramatisch gewandelt: Ich habe jetzt Ausgangssperre und mir wurde eine Verhaftung angedroht, wenn ich einen Fuß […]

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Autark an Bord – Die Krise auf dem Boot aussitzen

Eigentlich wollte ich ja im nächsten Blogpost über die Schönheit der Landschaft hier an der Algarve berichten. Doch aufgrund der aktuellen Nachrichten bezüglich der Corona-Krise schreibe ich stattdessen einen kleinen Bericht über die Situation an Bord. Ich liege aktuell an der Algarve vor Anker, und zwar in der Lagune von Faro und Olhão. So wie […]

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Was kostet die Welt? – Monatliche Ausgaben für das Bordleben

Nach landläufiger Meinung redet man nicht über Geld… Ich mach’s aber trotzdem. Denn eine der häufigsten Fragen, wenn ich Leuten erzähle, dass ich dauerhaft auf meinem Segelboot ahora lebe, ist: Wie viel kostet das und wie kannst du dir das leisten? Um es vorweg zu nehmen: Nein, ich habe keine Erbschaft gemacht und auch nicht […]

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Der digitale Segelnomade – Wie ich mein Bordleben finanziere

Im Sommer 2019 habe ich in Hamburg die Leinen losgeworfen und lebe seitdem auf meinem Segelboot. In den letzten Monaten bin ich die europäische Küste entlanggesegelt und liege aktuell an der Algarve vor Anker. Auch wenn meine laufenden Kosten an Bord deutlich geringer sind als in meinem „alten“ Leben in Deutschland, so brauche ich doch […]

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Endlich Sommer(feeling)!

Im Morgengrauen verließen wir die Marina in Lissabon ,um mit der Ebbströmung aus dem Tejo ausfahren zu können. Es war kaum Wind angesagt, allerdings gut 4 Meter Schwell aus Nordwest, der von Wintersturm Sabine auf dem Nordatlantik verursacht wurde. Was weiter nördlich in Nazaré für die besten Wellen des Jahres sorgte, führte zu ordentlichen Brechern […]

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Von Porto nach Lissabon

Nach dreieinhalb wunderbaren Monaten in Porto ging es am 4.2.2020 wieder los! Wie auch schon bei meiner Ankunft in Porto war ich auch auf diesem Teil der Reise nicht alleine an Bord: Tania, eine Bekannte aus Freiburg, heuerte als „First Mate“ an. Sie war spontan genug, mit nur einem Tag Vorlauf einen Flug nach Porto […]

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Tchao Porto

Man soll gehen, wenn’s am Schönsten ist. Nach diesem Motto plante ich meine Weiterfahrt von Porto Richtung Süden. Dabei fiel der Abschied gar nicht so leicht. Nach dreieinhalb Monaten im Hafen von Matosinhos habe ich eine Menge wunderbarer Menschen kennen gelernt. In den letzten Wochen genoss ich das Hafenleben (und das nun deutlich bessere Wetter) […]

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Männer, die auf Boote schauen

Es ist ein ruhiger Tag im Hafen von Matosinhos. Das Sturmtief, dessen Ausläufer für einige unruhige Nächte gesorgt hatten, ist durchgezogen, und die Boote liegen nun wieder ruhig an ihren Stegen. Die Liveaboards der Marina haben sich auf ein Bier auf einem der Boote eingefunden. Ausgiebig werden die Ereignisse der letzten Tage besprochen. Dabei geht […]

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Die wunderlichen BootsBastler von Matosinhos

Eine kleine Geschichte über die Gemeinschaft der Liveaboards in einer kleinen Marina an der Atlantikküste Portugals. Liebe Freunde, Familie und Leser dieses Blogs, der letzte Beitrag ist eine Weile her. Das liegt daran, dass ich in Porto eine längere Pause eingelegt habe, um mich ein wenig auf meine Arbeit zu konzentrieren, und auch mal länger […]

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Von Fisterra nach Porto

Am Dienstagabend bekam die Ahora Crew (also ich) erneut Verstärkung: Nienke, die ich vor zwei Monaten in Friesland kennen gelernt hatte, kam für eine Woche zu Besuch an Bord. Wir hätten nicht gedacht, dass wir uns schon so früh wiedersehen würden und freuten uns auf ein paar schöne Segeltage in den Rìas Bajas. Nachdem wir […]

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Entlang der Todesküste bis zum Ende der Welt

Okay, ich gebe zu: Der Titel klingt doch arg reißerisch. Vor allem, weil die letzte Woche von Sonnenschein und Flaute geprägt war. Doch tatsächlich heißt die Küste hier “Costa da morte” (Todesküste), und gerade liegt Ahora im Hafen hinter dem Cabo Fisterra (Finisterra = Ende der Welt). Wobei der Name etwas gelogen ist, denn der […]

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Um Estaca de Bares und Cabo Ortegal

Nach einigen Tagen vor Anker in den Rìas Altas verholte ich mich für zwei Nächte in den Hafen von Viveiro, um meine Salatvergiftung auszukurieren und die Vorräte ein wenig aufzustocken. Außerdem war es nach über einer Woche der Körperpflege mit Salzwasser schön, mal wieder eine Süßwasserdusche zu genießen…. 😉 Viveiro bei Tag und bei Nacht […]

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Vor Anker im Norden Galiciens

Nach der anstrengenden Überquerung der Biskaya wollte ich mich erst einmal ein wenig ausruhen. So verholte ich das Boot am Morgen vor den Stadtstrand in der Ria de Viveiro und machte erst mal Klarschiff. Nach einem ausgiebigem Mittagessen schwamm ich ein paar Runden ums Boot und verbrachte den Nachmittag mit Lesen. Ich hatte ja immer […]

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Einhand über die Biskaya

Ich habe es geschafft! Heute Morgen um 0355 fiel der Anker im Ria de Viveiro in Galicien und ich fiel müde in die Koje. Um es kurz zu machen: Der Trip war ziemlich anstrengend und hat mich an meine Grenzen gebracht. Aber ich bin auch stolz, meine erste lange Einhand-Etappe gut überstanden zu haben. Leider […]

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Vannes und der Golfe de Morbihan

Nach mehr als einem Monat fast täglichen Segelns war es an der Zeit für eine kleine Pause. Die letzten zwei Wochen verbrachte Ahora im Hafen von Vannes, und ich machte kleine und größere Ausflüge in der Stadt und im wunderschönen Golfe de Morbihan. Die Gegend kannte ich von zahlreichen Urlauben als Kind ganz gut, allerdings […]

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Wunderschöne Südbretagne

Der Wind war günstig, der Strom auch. So brauchten wir nicht lange zu überlegen, um die Entscheidung zu treffen, von Aber Wrac’h aus direkt die Südbretagne anzusteuern, ohne den sich anbietenden Zwischenstopp in Brest oder Camaret sur Mer. Wie gewohnt ließen wir uns mit der Morgentide den „Fjord“ hinaustreiben. An der Einfahrt herrschte, wie schon […]

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Bienvenue en Bretagne

Am nächsten Morgen verließen wir Guernsey einigermaßen zeitlich, um Lézardrieux, unseren ersten Hafen in der Bretagne, anzulaufen. Wir hatten leichten Westwind, aber konnten trotzdem hoch am Wind einen südwestlichen Kurs anlegen. Hier kam uns wieder einmal der Strom zugute: Mit ca. 3 Knoten drückte er uns zunächst von der Seite Richtung Nordwesten, sodass wir gerade […]

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Cherbourg – Guernsey

Nachdem Tom um 7 Uhr den Zug nach Paris genommen hatte, machte ich mit Gerwald eine kleine Sicherheitseinweisung und gegen 9 Uhr legten wir ab mit der Kanalinsel Guernsey als Ziel. Auf dem Weg mussten wir das Race of Alderney passieren, die Meerenge am Cap de la Hague, die als die stärkste Gezeitenströmung in Europa […]

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Saint-Vaast-La-Hougue – Cherbourg

Von Saint-Vaast nach Cherbourg war es nur ein relativ kurzer Trip von unter 40 Meilen. Zu beachten war dabei aber die Strömung am Cap von Barfleur, die an diesem Tag bis zu 4 Knoten erreichen sollte. Also besser zur richtigen Zeit aufbrechen. Passenderweise war das 9 Uhr, sodass wir sogar noch Croissants beim Bäcker kaufen […]

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Fécamp – Saint-Vaast-la-Hougue

Am nächsten Morgen hieß es wieder früh aufstehen. Einerseits, um den Strom in die richtige Richtung nicht zu verpassen. Und andererseits, um in St.-Vaast-La-Hougue noch in den Hafen zu kommen. Nach unseren Berechnungen mussten wir allerspätestens um 2100 dort sein, da danach die Tiefe in der Einfahrt unter 1,90 m sinken und kurz darauf auch […]

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Calais – Fécamp

Eigentlich sollte dieser Blogpost Calais-Dieppe heißen. Doch unterwegs entschieden wir uns spontan, doch bis Fécamp weiter zu fahren. Wir verließen Calais mit der vorletzten Brückenöffnung um 0832 und setzten unseren Kurs westwärts, dicht vorbei am Cap Gris-Nez. Dies ist die Stelle, an der der Ärmelkanal am engsten ist. Wind war leider wieder Mangelware, sodass unser […]

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Zeebrugge – Calais

Am Freitag ging es weiter Richtung Westen. Als nächstes Etappenziel hatten wir uns Calais vorgenommen. Für die 72 Seemeilen konnten wir uns dicht an der Küste halten und so die belgische Hochhausarchitektur und den französischen Industriehafen Dunkerque samt benachbartem AKW aus nächster Nähe bewundern. Die Marina von Calais ist tidenabhängig und die Brücke macht nur […]

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Rotterdam – Zeebrugge

Für Mittwoch hatten wir uns ein ganz schönes Stück vorgenommen: Von Rotterdam bis nach Zeebrugge sind es fast 75 Seemeilen. Doch der Wetterbericht war gut (kaum Wind, aber immerhin kein Wind aus der falschen Richtung), und die Tide sollte uns zumindest aus der Maasmüdung herausdrücken, dann für knapp 6 Stunden gegen uns sein und dann […]

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Amsterdam nach Rotterdam

Nach den zwei Tagen Aufenthalt in Amsterdam ging es zu dritt (Tom, Teresa und ich) weiter über die Kanäle Richtung Rotterdam. Wir hätten auch von Amsterdam aus wieder auf die Nordsee gehen können, aber für die kommenden Tage war Südwest 5-6 angesagt, also genau aus der Richtung, in die wir wollten. Da wir keine Lust […]

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Friesland

Nach den Strapazen der Nordsee waren wir froh, in Dokkum im Stadthafen einen schönen und geschützten Liegeplatz gefunden zu haben. Und das war auch nötig. Selbst im Hafen zwischen den Häusern der Stadt haben wir am Samstag an Deck Böen bis 8 Beaufort gemessen. Nicht auszumalen, wie es jetzt auf der Nordsee ausgesehen hätte… Aber […]

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IJsselmer

Nachdem wir in Lemmer die Schleuse passiert hatten, war es endlich wieder Zeit, die Segel auszupacken. Wir wollten versuchen, je nachdem, wie sich der Wind entwickeln würde, entweder Lelystad oder Enkhuizen anzulaufen. Die generelle Windrichtung war Westsüdwest, sodass wir in beiden Fällen hätten kreuzen müssen. Kurz nachdem die Segel oben waren, kam eine dunkle Gewitterwolke […]

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Gegenan auf der Nordsee

Die letzten Tage haben wir ganz schön was erlebt und ordentlich Strecke gemacht. Dabei hat sich uns die Nordsee ein wenig von ihrer rauen Seite gezeigt, und wir hatten gewisse Ausfälle zu verzeichnen. Jetzt sind sind wir in Holland und liegen sicher in Dokkum im Kanal und Tom kocht Abendessen. Doch nun der Reihe nach: […]

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Cuxhaven

Gestern bin ich zu früher Morgenstunde um halb 7 gestartet, um mit dem Tidenstrom bis nach Cuxhaven zu kommen. Diesmal gab es zwar etwas Wind, allerdings aus der falschen Richtung. Das ist echt der Nachteil an diesem Seerevier: Die Winde kommen in den allermeisten Fällen aus Westen. Nicht ideal, wenn man genau dort hin will. […]

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Wewelsfleth

Da in Stade schon um 6 Uhr morgens Hochwasser war, ging es heute (relativ) früh los, um noch mit dem Ebbstrom bis Wewelsfleth zu kommen. Um kurz nach 8 also Leinen los und mit einem dampfenden Kaffee in der Hand gemütlich die Schwinge runter bis zur Elbe. Genau wie gestern war kaum Wind, sodass der […]

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Hundemüde aber happy

Heute Abend um 9 bin in Stade angekommen. Somit hat unsere Reise offiziell begonnen! Ich bin jetzt allerdings so müde, dass ich es nicht schaffe, mehr als ein paar Sätze zu Papier bzw. zu Blog zu bringen. Gestern Abend habe ich eine kleine spontane Abschiedsfeier geschmissen. Es war schön, aber auch emotional, von meinen Finkenwerder […]

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